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Jetzt amtlich: Rauchen ist megaout!

Seit im Sommer 2007 das allgemeine Rauchverbot in öffentlichen Räumen und Gaststätten eingeführt wurde, nahmen dies viele zum Anlass, mit dem Rauchen aufzuhören. Noch nie haben wir so viele Raucherentwöhnungen in der Praxis durchgeführt, wie im letzten Jahr - und noch nie so erfolgreich.

Im Moment laufen noch die letzten Rückzugsgefechte mit Klagen beim Bundesverfassungsgericht, aber früher oder später werden sich alle an das Rauchverbot gewöhnt haben. Wer mit dem Rauchen aufhört, wird wahrscheinlich den größten Schritt Richtung Gesundheit in seinem Leben tun, den man überhaupt machen kann.

Falls Sie ebenfalls überlegen, mit dem Rauchen aufzuhören und dazu Hilfe benötigen, sprechen Sie uns einfach an. Wir führen auch weiterhin unsere Raucherentwöhnungsprogramme für Sie durch. 

Möglicherweise denken Sie auch schon lange darüber nach, mit dem Rauchen aufzuhören. Vielleicht, weil es tatsächlich nicht mehr schmeckt, oder die Kinder Sie immer wieder darauf ansprechen und fragen: "Papa/ Mama, wann hörst du mit dem Rauchen auf?" Vielleicht rauchen Sie jetzt schon 20 Jahre oder länger. Dann ist schon einen gewisse Nikotin- und Teermenge zusammengekommen. Vielleicht leiden Sie an einem chronischen Husten, oder merken, wie ihre Haut altert oder haben es einfach satt etwas zu tun, was Sie eigentlich gar nicht tun wollen.

Viele Gründe, die für das Aufhören sprechen:

  • Raucher haben im Schnitt eine 10 Jahre verringerte Lebenserwartung. Mit 84 Jahren leben immerhin noch 50% der Frauen  und mit 79 Jahren noch 50% der Männer.
  • Jeder kennt die Gefahr der Entwicklung eines Bronchial-Karzinoms. Die mittlere Überlebenszeit nach der Diagnose eines Bronchial-Karzinoms beträgt 6 Monate, trotz Strahlen- oder Chemotherapie.
  • Ein viel häufigeres Problem nach einer 30-40 -jährigen Raucherkarriere ist jedoch die Entwicklung eines Lungenemphysems. Voraus geht eine chronische Bronchitis, dies führt zu einer Zunahme des Ausatmungsdrucks, und dieser wieder zum Platzen von kleinen Lungenbläschen und der Entwicklung eines Emphysems. Die Lunge hat einen Oberfläche von der Größe eines Fußballfeldes. Als Folge eines Emphysems bleibt oft nur die Fläche eines 16-Meterraumes übrig. Die Folge: chronische Atemnot und asthmaähnliche Zustände.
  • Das Nikotin verändert die Gefäßinnenwände. Es kommt zu Verkalkungen, mit der Folge chronischer Durchblutungszustände an allen Gefäßen, insbesondere am Herz, Gehirn oder Beinen. Die möglichen Folgen sind bekanntermaßen Herzinfarkt oder Schlaganfall und an den Beinen droht die arterielle Verschlusskrankheit. Die so genannten Raucherbeine müssen manchmal sogar in letzter Konsequenz amputiert werden
  • Viele andere Gesundheitsrisiken sind mit einer allgemeinen Durchblutungsproblematik korreliert: die Haut altert schneller, weil die kleinen Gefäße nicht mehr so viele Nährstoffe durchlassen. Die Manneskraft lässt nach. Der Blutdruck nimmt zu und vieles andere mehr
  • Das allgemeine Krebsrisiko steigt u.v.a.mehr.

Die klassische Suchtproblematik
Viele wissen um diese Problematik und möchten aber nichts mehr davon hören. Sie wollen aufhören, aber sie schaffen es nicht. Vom Rauchen loszukommen ist gar nicht so leicht. Viele nehmen es sich jahrelang vor, viele leiden an ihrer eigenen Ambivalenz und haben eine schlechtes Gewissen.

Nikotin ist ein Stoff, der relativ schnell abhängig macht. Bereits nach wenigen Wochen ist der Organismus daran gewöhnt. Es werden an den Zellen Nikotinrezeptoren ausgebildet, die das Nikotin erwarten. Jeder kleine Nikotinstoß ist für den Organismus wie ein kleiner Kick: Fehlt dieser Kick, reagiert der Körper mit Verlangen, er sucht den Stoff, der ihm diesen kleinen Adrenalinstoss gibt.

Praxis
Dr. med. Wolfgang Raiser
Aixer Straße 7
72072 Tübingen
Tel: 07071 - 53 81 55