Sie befinden sich hier: Ihr Hausarzt in Tübingen > Patienteninfos > Histaminintoleranz >

Die Histamin-Unverträglichkeit

Die Erkenntnisse verdichten sich, dass bei vielen Erkrankungen eine Histaminunverträglichkeit eine ursächliche Rolle spielt. Histamin ist ein Botenstoff des Gewebes, der zu Gefäßerweiterungen, Schwellungen oder vermehrter Schleimproduktion führt. Allergien lösen ebenfalls Histaminreaktionen aus, es kommt aber auch in verschiedenen Lebensmitteln vor.

Histamin wird von der Diaminooxidase gespalten. Manche Menschen haben eine zu geringe Konzentration dieses Abbauenzyms oder dessen Wirkung ist vermindert.  Möglicherweise sind viele Erkrankungen mit einer Histamin-Intoleranz verbunden, wie zum Beispiel Kopfschmerzen oder Migräne, chronische Nesselsucht (Urtiaria), unspezifische Bauchbeschwerden oder auch chronisch entzündliche Erkrankungen.

Histamin befindet sich vor allem in Rotwein, in lang gereiftem Hartkäse (leider auch im Parmesan), in Schokolade und auf nicht mehr ganz frischem Fisch. Rotwein hat eine 2000 mal höhere Histamin-konzentration als Weißwein. Viele Menschen haben Rotwein von der Weinkarte gestrichen, weil sie mit Übelkeit und Kopfschmerzen darauf re-agieren. Frischfisch ist kein Problem, liegt der Fisch aber schon ein paar Tage beim Händler, bilden Bakterien Histamin auf dessen Oberfläche.

In vielen Fällen ist es einen Versuch wert, mittels histaminarmer Ernährung eine Erkrankung zu be-einflussen. Ob die Histaminhypothese schließlich ganze Krankheitsprozesse erklären kann, bleibt abzuwarten und bedarf noch weiterer Studien.

Histamin in Lebensmitteln

  • Rotwein
  • nicht fangfrischer Fisch (Faktor 1:13000 gegenüber frischem Fisch)
  • Hartkäse
  • Schokolade
  • Salami und Rohwürste
  • Nüsse
  • Tomaten
  • Erdbeeren und Zitrusfrüchte
  • Spinat
  • Sauerkraut
Praxis
Dr. med. Wolfgang Raiser
Aixer Straße 7
72072 Tübingen
Tel: 07071 - 53 81 55